Worum geht’s?
Dieser Kompetenz-Check ermöglicht es allen Hochschulangehörigen, ihre digitalen Kompetenzen zu überprüfen. Der Test richtet sich sowohl an Studierende aller Fachrichtungen und Studienabschnitte als auch an Mitarbeitende aus Forschung, Lehre und Verwaltung. Er kann insbesondere in der Anfangsphase des Studiums sowie beim Berufseinstieg im Hochschulkontext eine Orientierung über Ihre digitalen Kompetenzen bieten. Die Bearbeitung der verschiedenen Module dauert jeweils etwa 15 bis 20 Minuten. Im Anschluss erhalten Sie eine Auswertung Ihrer Ergebnisse sowie ausführliches Feedback und konkrete Handlungsempfehlungen, die Sie beim weiteren Ausbau Ihrer digitalen Kompetenzen unterstützen.
Welche Kompetenzen umfasst der Kompetenz-Check?
Der Kompetenz-Check basiert auf dem Kompetenzmodell „DigiHEARTS“ (Digital Competence Framework for Higher Education: Administration, Research, Teaching, and Studying), das speziell für den Hochschulkontext entwickelt wurde. Es umfasst digitale Kompetenzen, die über verschiedene Tätigkeits- und Anwendungsbereiche hinweg relevant sind. Die Entwicklung des Kompetenzmodells basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche sowie einer Bedarfsanalyse mit Mitarbeitenden und Studierenden unterschiedlicher Fach- und Arbeitsbereiche sowie Berufs- und Studienerfahrung.
Der Kompetenz-Check umfasst die folgenden Kompetenzbereiche, die mithilfe von Wissensfragen und Selbsteinschätzungsfragen (mit * gekennzeichnet) getestet werden:





Die Kompetenz „Erstellung und Bearbeitung digitaler Inhalte“ umfasst die Fähigkeit, vielfältige digitale Formate wie Texte, Präsentationen und Tabellen zielgerichtet zu erstellen, zu bearbeiten und für verschiedene Kontexte aufzubereiten.
In diesem Kompetenzbereich geht es um die Fähigkeit, digitale Technologien effektiv und zielgerichtet zur Kommunikation und Zusammenarbeit einzusetzen. Dazu gehört die Nutzung geeigneter Kommunikations- und Kollaborationsmittel, wie E-Mail, Videokonferenzen, Projektmanagement-Tools oder gemeinsame Dokumentenbearbeitung, sowie deren zweck- und zielgruppenspezifische Auswahl.
Der Teilbereich „Wissensvermittlung mithilfe digitaler Werkzeuge“ umfasst das Wissen und die Fähigkeit, digitale Technologien in die Lehre zu integrieren, um unterschiedliche Lernmöglichkeiten zu schaffen, individuelle Lernbedürfnisse zu berücksichtigen und die Erreichung der Lehrziele zu unterstützen.
Die Kompetenz „Digitale Recherche und Informationsbewertung“ umfasst die Fähigkeit, einen Informationsbedarf klar zu formulieren, um gezielt und systematisch nach relevanten Informationen in digitalen Umgebungen suchen zu können. Zentral sind die Anwendung effektiver Suchstrategien mit Schlüsselwörtern und Filtern und die Auswahl geeigneter Informationsquellen – etwa allgemeine Suchmaschinen oder fachspezifische Datenbanken. Darüber hinaus schließt die Kompetenz die kritische Bewertung der gefundenen Informationen in Hinblick auf ihre Qualität, Relevanz und Vertrauenswürdigkeit, sowie die systematische Strukturierung und Speicherung der Ergebnisse mit geeigneten Tools wie Literaturverwaltungssoftware ein.
Die Kompetenz „Schutz von Daten im digitalen Raum“ umfasst das Verständnis und die Anwendung grundlegender Prinzipien und Maßnahmen zum Schutz digitaler Informationen und Systeme. Dies beinhaltet das Wissen darüber, wie persönlich identifizierbare Informationen sicher verarbeitet und weitergegeben werden können, sowie das Wissen um potenzielle Risiken und Bedrohungen und geeignete Maßnahmen zum Schutz von Daten und Endgeräten vor unbefugtem Zugriff, Missbrauch oder Beschädigung. Der Aspekt der Datensicherung umfasst Kenntnisse und Strategien, um Daten vor Verlust zu schützen, etwa durch regelmäßige Backups oder die Nutzung sicherer Speicherlösungen.
Dieser Kompetenzbereich umfasst das Verständnis und die Fähigkeit, generative künstliche Intelligenz (KI) zu nutzen und die Ergebnisse kritisch zu bewerten. Dabei sind effektive Kommunikation und Zusammenarbeit mit generativer KI und Kenntnisse über grundlegende KI-Konzepte, Algorithmen, maschinelles Lernen und die ethischen und datenschutzrechtlichen Implikationen von KI-Anwendungen zentral.
Wie wurden die Testfragen entwickelt?
Pilotierung der Inhalte und Testfragen
Die Entwicklung der konkreten Testfragen erfolgte in einem mehrstufigen Verfahren. Zunächst wurde auf Basis wissenschaftlicher Literatur ein umfangreicher Pool möglicher Fragen und Inhalte zusammengestellt. Ergänzend wurden Schulungs- und Weiterbildungsangebote von Hochschulen analysiert. Diese Analyse half dabei, praxisrelevante Themen zu identifizieren und einzuschätzen, welche Kenntnisse auf unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen erwartet werden können.
Die zuvor durchgeführte Bedarfsanalyse floss ebenfalls in die Testentwicklung ein. Die Einschätzungen der befragten Hochschulangehörigen halfen dabei, die Relevanz der Inhalte für unterschiedliche Zielgruppen zu beurteilen und fehlende oder weniger relevante Themen zu erkennen.
Auf Grundlage dieser Vorarbeiten wurden konkrete Testfragen aus der Literatur übernommen und angepasst oder neu entwickelt. Anschließend wurden diese in Laut-Denken-Interviews mit Expert:innen überprüft und in einem weiteren Schritt einem zusätzlichen Expert:innenrating zur finalen Einschätzung der Relevanz und Schwierigkeit unterzogen. Schließlich wurde eine Pilotstudie mit Angehörigen der Zielgruppen durchgeführt (n=40). Auf Grundlage der dabei gewonnenen empirischen Daten wurden die Fragen erneut geprüft und die finale Auswahl für die anschließende Validierung getroffen.
Psychometrische Validierung in der Hauptstudie
Der Kompetenz-Check wurde mit einer umfangreichen Stichprobe von 3103 Studierenden und Hochschulmitarbeitenden empirisch erprobt. Dabei wurde unter anderem untersucht, ob die Testergebnisse erwartungsgemäß mit relevanten Vorerfahrungen, anderen Maßen digitaler Kompetenz sowie Einstellungen und Motivation im Umgang mit digitalen Technologien zusammenhängen:
Die Ergebnisse zeigten, dass Bachelorstudierende im Durchschnitt niedrigere Werte als Masterstudierende erzielten, während Hochschulmitarbeitende die höchsten Werte erreichten, was erwartungsgemäß mit dem Anstieg von Erfahrung mit digitalem Arbeiten im Hochschulkontext korrespondiert. Zudem zeigte sich ein positiver Zusammenhang zwischen dem Anteil IT-bezogener Tätigkeiten im Studien- bzw. Berufsalltag und den Testergebnissen. Darüber hinaus erzielten Personen, die ihre digitalen Kompetenzen in validierten Selbsteinschätzungsskalen insgesamt höher einschätzten, auch höhere Werte im Kompetenz-Check. Höhere Testergebnisse gingen außerdem mit positiveren Einstellungen gegenüber dem Arbeiten mit digitalen Geräten und Anwendungen einher.
Insgesamt zeigen die verschiedenen Analysen, dass die Ergebnisse des Kompetenz-Checks in theoretisch erwartbarer Weise mit relevanten Außenkriterien zusammenhängen und der Test Unterschiede zwischen Personen mit unterschiedlichen Kompetenz- und Erfahrungsvoraussetzungen abbilden kann.
Eine Verlinkung zu weiterführenden Informationen erfolgt in Kürze.
Neugierig geworden? Dann starten Sie jetzt den Kompetenz-Check!